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Der 13. - aber kein Freitag, das wäre sonst ein Glückstag. War es schon immer in den letzten Jahren. Am Freitag, dem 13. hab ich schon im Lotto gewonnen (2002), ein Beauty-Weekend im Viktoria-Jungfrau in Interlaken (1998), einen Shopping-Gutschein für 1000.-- (1996), ein Ladies-Tournament für einen guten Zweck (2006), eine 2km See-Ueberquerung (2005) und ein paar ganz nette Rendez-Vous, einige mit originellen Anmach-Tricks.
Aber heute ist ja kein Freitag, also wird auch nicht viel passieren...
Ich war gestern früh zu Hause, das eiskalte Wetter hielt mich davon ab im Tiffins was Knabbern zu gehen, der Weg dorthin ein Katzensprung von meinem Appartment aus, aber eben - einmal zu Hause, kriegen mich keine 10 Pferde wieder auf die Strasse.
Meine schwere Karton-Kiste mit den Familienfotos stand mahnend vor dem Kamin und dann hab ich mich - erneut - zum dritten Mal diese Woche - an das Sortieren gemacht. Ich hab Bilder der Jahre 1985 - 1988 entdeckt - da waren meine Brüder und ich Kids, 7, 8, 9 und 10 Jahre alt. Ich sehe meine Mama - übergewichtig (ein Vermerk auf dem Foto Rücken in ihrer sehr eigenen Handschrift "76 Kilo"), 2 meiner Brüder mit Glatze (da haben sie in einer Kinder-Theater-Produktion mitgespielt und 2 Gefängnis-Insassen gespielt), und ich mit englischer Cab-driver Mütze kariert (die hab ich immer noch) und rauche "Niele" und fische mit Angel und neben mir die Wurm-Büchse - mein Gott. Papa - auf einem Baumstumpf sitzend - mit seiner Herald Tribune - mit schrecklicher 80-ies Brille mit schwarzem Rand - überdimensional. Wir sind ständig wandern gegangen. Papa war im Militär ein hohes Tier und kannte von seinen unzähligen WK's alle Ecken und Enden der Schweizer Natur. Deshalb immer wieder Ferien in den Berner, Bündner, Walliser Bergen oder als Alternative Badeferien am Bielersee, Genfersee und Thunersee. Meine Brüder und ich in den obligaten aufblasbaren Schwimmbooten,
mit Eiscrème und Pommes Frites. Sie ziehen mich an den Haaren, wir liegen raufend im Seebecken. Mama - eingecrèmt mit Sonnencrème, damit ihre Alabasterhaut sich nicht rötet. Papa braun wie ein Bauarbeiter. Und ich, dünn, lange Arme und Beine - schwimmend. Wir konnten kaum laufen, da hat uns Papa schon in den See oder ins Meer geworfen. Er meinte, das klappe auch bei jungen Hunden, die schwimmen von selbst. Mama war von dieser Methode weniger begeistert.
Es gibt ein schönes Buch von John Banville, dem irischen Schriftsteller, der Titel "the sea" (der See). Der Schriftsteller ist aus Dublin und lebt immer noch dort. In diesem Buch beschreibt er die Erinnerungen seiner Ferien mit der Familie am Meer. Ich war an der Vorlesung als er in Zürich gastierte. Er meinte, dass überall auf der Welt - auf dieses Buch angesprochen wird und dass es ihm bestätigt wird - egal ob in Asien, Amerika, Afrika oder in Europa, dass alle Kinder das Gefühl von "Ferien am Meer" immer noch intus haben. Es sei ein universelles Gefühl, von allen Kindern gelebt und in Erinnerung behalten.
Samantha - aus dem Logbuche einer Assistentin
Samantha - aus dem Logbuch einer Assistentin
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