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Heute am 28. Januar, bin ich wieder extrem gut drauf. Das Wochenende bin ich wieder der Einladung von Fatma, meiner arabischen Freundin aus Genf nach St. Moritz gefolgt. Aber diesmal ohne Helikopter - sie ist mit ihren Cousins von Genf mit einer Limousine nach St. Moritz gefahren und ich mit dem Zug, da mein kleiner sportlicher Flitzer, die steile Strecke nicht mehr ganz schafft - leider.
Es war wieder mal von A - Z Luxus vom Feinsten, aber die Entourage von Fatma war diesmal - wie soll ich's sagen, eher befremdend. Alle erst 25 - 29 Jahre alt, aber Augenringe, fahrige Gesten, gestresst und mit unruhigem Blick. "Die haben echt Stress im Job", meinte Fatma mit einem Blick zurück zu ihren Cousins und deren Anhang - alles arabische Jungs, die im Banking in Genf arbeiten. "Was denn für Stress?", fragte ich naiv. "Ueberlebens-Stress, verstehst?". "Die arbeiten unter solchem Druck, müssen Geschäfte abschliessen, mit Zahlen jonglieren etc.". Ich entgegnete:"Aber das müssen unsere Jungs auf der Bank auch, und die sehen nicht so abgewrackt aus".
Kurz, wir haben am Samstag und am Sonntag nach dem Skifahren und dem Après-Ski, Wellness gemacht (Sauna, Türkisch Bad, Massage, Whirlpool, Hot-Stone Treatment) und dann gings auf die "Piste". Ich hab mich in den diversen Clubs am Skiort mit rotem und weissem Traubensaft fit gehalten - ich mag doch keinen Alkohol. Die Jungs waren auch recht brav, ein wenig Champagner, ein wenig Rosé, das wars dann schon.
Der Aha-Effekt kam, als ich im Badrutts Palace von der einen Bar zur nächsten tippelte und grad sah, wie sich die beiden jüngeren Cousins von Fatma mit weissen Pülverchen eindeckten - als ich vorbeihuschte, zuckte der Eine nur mit den Schultern. Der Andere schien mich gar nicht zu bemerken.
Fatma war keineswegs beunruhigt. "Das sind nur Muntermacher, ohne die halten die es bei dem Stress nicht aus. Und die tun es nur während dem Wochenende. Alles easy. Alles unter Kontrolle, Sam".
Samantha - aus dem Logbuch einer Assistentin
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