Tuesday, 07 February 2012
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Gestern Abend um 20.00 Uhr - Martin Suter im Kaufleuten

Martin Suter ist einer der schweizer Schriftsteller, die wirkllich amüsant zum Lesen sind.

Die Schriftsteller seines Alters in der Schweiz sind in der Regel ein wenig hausbacken oder frustriert oder einfach nicht für eine Leserschaft ausserhalb der Schweiz konzipiert.

Nicht aber Martin Suter, der gestern Abend im Kaufleuten sein neustes Buch "der letzte Weynfeldt" vorstellte und 3 Passagen daraus vorlas.

Ich hab den Autor zuvor noch nie life erlebt, aber kannte sein Photo aus Zeitschriften und Zeitungen und Buchbesprechungen. Ich habe ihn mir als charmanten Weltenbürger mti Wohnsitz in Südamerika und Südfrankreich vorgestellt, mit nach hinten frisierter Gel-Frisur - ein wenig künstlerisch gekleidet im Schlabberlook mit Schal und jovialer Art. Diesen Eindruck hat Martin Suter durchaus während seiner Buchlesung bestätigt. Jedoch hatte ich Mühe, seiner Vorlesung so aufmerksam zu folgen, wie ich sein Buch verschlungen habe. Er las sehr monoton und langsam, versprach sich manchmal und im Dialog mit dem Interviewer waren seine Antworten ohne grossen Witz und Effekthascherei. Er ist und bleibt eben ein Schweizer, ob er jetzt in mediteranen Gefielden lebt oder nicht.

Der Interviewer entlockte dem Autor, dass seine bereits erschienenen Bestseller bereits mit deutschem und internationalem Staraufgebot verfilmt werden an internationalen Schauplätzen. Obwohl in seinen Büchern als Schauplatz sehr oft eine Stadt an einem See gewählt wird, bestreitet der Autor, dass es sich um Zürich handle. Auch die Personen und die Schauplätze seien fiktiv.

Auf die Frage eines Fans, welches seiner Bücher denn nun sein Lieblingsbuch sei, antwortete der Autor: "Mein letztes, ich liebe die Figur des Adrian Weynfeldt".

Zum Buch, welches ich sehr empfehlen kann - es liest sich locker an einem Abend durch:

Adrian Weynfeldt, Mitte fünfzig, Junggeselle, grossbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen. Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie – entgegen seinen Gepflogenheiten – mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Weynfeldts geregeltes Leben gerät aus den Fugen – bis er schliesslich merkt, dass nichts ist, wie es scheint.

Alexandra




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