Wednesday, 08 February 2012
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Groundhog Day - oder die Zeitsprirale
Wir schreiben den 25. Januar - und wir haben immer noch Januar - ich kann es kaum fassen. Ich bin in eine Zeitsprirale geraten. Wir haben Januar und Januar und Januar und wir sind immer noch im Januar.

Das erinnert mich an diesen Film mit Bill Murray und Andi MacDowell "Groundhog Day" - aus den 90-er Jahren - einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Bill, ein zynischer Wetter-Mann für einen amerikanischen TV Sender, muss mit der Regisseurin der Sendung (Andy MacDowell) und einem Kameramann in das verlorene Kaff Punxsatawney, um dort einen Event filmisch zu kommentieren. Er gerät in eine Zeitsprirale und erlebt diesen Event Tag jeden Tag wieder und wieder. Dadurch lernt er alle Bewohner und Ereigniesses dieses Tages in diesem Dorfe kennen, und wird dadurch vom Zyniker zum Philantropen und guten Samariter, der während dieses Tages von Event zu Event hetzt um Leute zu retten und schwierige Situationen zu meistern. Ganz nebenbei wird er der beliebteste Mann im Ort und erobert auch das Herz der hübschen Andi MacDowell. Happy End.

Nun nicht genau so, aber zumindest im Ansatz, komm ich mir in diesem Januar vor. Ich habe das Gefühl, dass eben erst Weihnachten war und wir immer noch Januar 08 schreiben, dass ich jede Woche im Büro das gleiche tue, die gleichen Leute sehe und die gleichen Probleme zu bewältigen habe. Der Nachbar im Seefeld holt seine Morgenzeitung vor der Türe exakt zur gleichen Zeit. Die ältere Dame führt Fifi Gassi auf die Minute genau. Mein Trämler, der mich vom Bellevue an die Bahnhofstrasse fährt zwinkert mir immer zu. Ich biete dem älteren Herrn den Platz im Tram an exakt zur gleichen Zeit.. Ich steige an der Bahnhofstrasse aus, die Ladenbesitzer rüsten sich für den Tag. Die Kollegen an der Reception winken mir zu. Und der schwedische Praktikant nimmt auch immer den gleichen Lift (schade, dass der noch so grün hinter den Ohren ist...).
Mein Chef der Anwalt ist auch pünktlich auf die Minute im Büro - und das vor mir - und immer der gleiche vorwurfsvolle Blick und einen Fingerzeig auf seine Rolex. Ja, ich bin spät dran. Und dann die Januar Wochenenden - sie wiederholen sich - noch und nöcher. Berge, Schnee, Dolce Far Niente. Après Ski und Horoskope lesen - ich hab ja demnächst Geburtstag und werde 30. Aber das wollen wir hier an dieser Stelle nicht erörtern.

It's Groundhog Day. It is January.

Samantha - aus dem Logbuch einer Assistentin.



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